Wir haben in der letzten Zeit sehr gute Erfahrungen mit szenischen Arbeiten über Alltagprobleme der Jugendlichen gesammelt. Immer wenn wir sie in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld abgeholt haben, konnten sie sich kreativ einbringen und ihre Leistungen abrufen. An diese Erfahrung knüpfte das ausserschulische Projekt „Cybermobbing“ an. In Gesprächen mit Schülern stellte sich eine große Unwissenheit im Umgang mit den sozialen Netzwerken dar. Gut- und Leichtgläubig nutzen sie ohne weiter nachzudenken die Angebote, kommunizieren ihr ganzes Leben über Facebook und Co., fotografieren jeden Moment ihres Alltags und lassen online ihre Community daran teilhaben.
Wir holten sie also in ihrem vertrauten Lebensumfeld ab, um mit Ihnen die Spezifik der Problematik Cybermobbing zu erarbeiten und zu hinterfragen. Die Jugendliche sind dabei Agierende, die den Kurs selbst inhaltlich, im Rahmen der Vorgaben, gestalten.

Unser zentraler Ansatz ist in diesem Projekt ist das Erzählen von erlebten Geschichten über Cybermobbing und die Diskussion in der Gruppe. Keiner wird außen vorgelassen, jeder muss sich mit seiner Meinung einbringen, ob vor oder hinter der Kamera. Ein aktiver Prozess, welcher in der Umsetzung eines Kurzspielfilmes über das Mobben, Schikanieren und das ausgegrenzt werden,münden soll.
Eine klare, jugendgemäße Sprache soll das deutliche Aufzeigen der Folgen von Verletzung und Scham, das Verlieren von Freunden, mit den Schülern und Schülerrinnen zu einer Geschichte aus ihrem Schulalltag zusammenfassen.
Dabei werden wir gemäß der Projektkonzeption verschiedene Ansätze verfolgen, um die Jugendlichen
in möglichst breiter Form zu erreichen.

die Ziele sind:
– ein Problembewusstsein zu entwicklen
– für bereits vorhandene Konfliktfälle Lösungsansätze zu finden
– die Lehrer in das Projekt mit einzubeziehen unb ihnen somit die Möglichkeit zu geben, besser die
Lebenswirklichkeit der Schüler zu erfassen
– die Schüler im Umgang mit moderner Kommunikations- und medientechnik und ihren
Wirkungsweisen zu Schule

Das Projekt wurde erfolgreich im Juli 2014 in Zusammenarbeit mit dem Regionalen Schulzentrum Dömitz und im September 2014 in Zusammenarbeit mit der Regionalen Schule Caspar David Friedrich in Greifswald durchgeführt.